Die AfterMalts von Hannah und Marion

Lerne unsere beiden Maltlinker aus Lyon kennen: Marion, eine Beraterin für digitales Marketing, und Hannah, eine auf Inbound-Marketing spezialisierte Beraterin, die kürzlich das 30. AfterMalt in Lyon gefeiert haben.

Sie sind Geschäftspartnerinnen und haben vor Kurzem Digi Atlas mitbegründet – ein Unternehmen, das Firmen und Freelancer dabei unterstützt, ihr Geschäft online auszubauen. 

Ein Rückblick auf ihr Treffen & ihr Erlebnis mit den Maltlinkern!

Aus welchem Grund hast du dich entschieden, AfterMalts zu organisieren?

Marion: Zu Beginn meiner Freelancer-Tätigkeit, hatte ich kein großes Netzwerk, aber ich wusste, dass es der Schlüssel ist, um meinen Kundenkreis aufzubauen. Ich ging zu verschiedenen Veranstaltungen, einschließlich eines AfterMalts, und das Konzept gefiel mir sehr gut. Wir waren Freelancer aus unterschiedlichen Bereichen und waren da, um uns auszutauschen und nicht, um etwas um jeden Preis zu verkaufen. Es war freundlicher als die anderen Events, die ich besucht habe. Ich hatte mich schon auf die nächste Ausgabe gefreut, und als es nicht dazu kam, beschloss ich, sie selbst zu organisieren! Ich habe nicht aufgehört und dann hat sich mir Hannah bei der Organisation angeschlossen.

Wer sind die Freelancer, die an den Veranstaltungen teilnehmen? Ist es für alle offen?

Hannah: Jeden Monat schließen sich uns neue, angehende Freelancer an. 

Einige haben mit ihrer Arbeit noch nicht begonnen und nutzen die Treffen zum Austausch mit der Community. Es gibt viele Freelancer, die im digitalen Bereich arbeiten: Entwickler, Designer, Online-Redakteure, Online-Marketingexperten, usw…. Manchmal haben wir auch mehr “ungewöhnliche” Profile, wie Fotografen, Personalberater, usw….

Unabhängig vom Profil ist jeder Teilnehmer willkommen!

Welche Auswirkungen hatten die AfterMalts auf deinen Alltag und deine Freelancer-Tätigkeit?

Die AfterMalts haben es uns erlaubt, Menschen zu treffen, die uns unterstützen. Einige sind Kooperationspartner geworden (indem wir uns gegenseitig empfehlen – so funktioniert es auch), andere sind Freunde geworden. Und wir haben uns sogar zusammengeschlossen! 

Was kann ein Freelancer von der Teilnahme an einem AfterMalt erwarten? 

Eine gute Zeit zu haben (das gehört auch zum Job!). Mit einem Glas in der Hand tauschen wir Freelancer uns in einer warmen und entspannten Atmosphäre aus! 

In der Regel gehen die Neuankömmlinge mit einem Lächeln und dem Wunsch wiederzukommen. Wir tauschen gerne Ratschläge in Verwaltungsangelegenheiten, Geschäftsgebaren und manchmal auch unsere Adressbücher aus.

Hast du Tipps und Tricks für jemanden, der es in Erwägung zieht, Maltlinker zu werden? 

Eine Voraussetzung für jeden, der Maltlinker werden will: Man sollte Menschen und die Freelancer-Tätigkeit mögen.

Man sollte auch bereit sein, sich langfristig zu engagieren: Nur durch regelmäßige Termine zieht man Aftermalt-Teilnehmer an.

Wir empfehlen es allen, die in Städten leben, wo es noch keine Aftermalts gibt. Denn es ist eine tolle Möglichkeit, sein Netzwerk aufzubauen, indem man eine schöne Zeit hat!

Foto: Vielen Dank an Pierre-François Dumas für das Bild.

Text: Clémentine Lamoine

Lernen, als Freelancer mit Kunden zu verhandeln

Es ist nicht immer einfach, als Freelancer die eigenen Tarife und Fristen zu vertreten. Du brauchst den Auftrag und willst ihn dir nicht durch die Lappen gehen lassen, du fürchtest die Konkurrenz (was, wenn die anderen günstiger und besser sind?), kurz, meistens siehst du den Kunden in der Machtposition und nicht dich selbst.

Als freiberuflicher Grafiker, Entwickler oder Community Manager bist du es nicht gewohnt, zu verhandeln, und dann sitzt du in einem Büro drei Personen gegenüber, die dir erklären, dass sie hocherfreut wären, dich ins Team zu holen, aber darauf bestehen, dass du dein Honorar um 20 % senkst, weil das so üblich ist, wenn man als offizieller Geschäftspartner aufgenommen werden will, weil du durch sie regelmäßige Aufträge bekommst, weil sie dich wollen, aber das Projektbudget nicht ausreicht usw. usw. Du kommst aus dem Gespräch heraus und weißt garnicht mehr genau, was passiert ist und warum du dich darauf eingelassen hast.

Du dachtest, du hättest keinen Verhandlungsspielraum? Das war falsch. Du verfügst über die Fähigkeiten, die der Kunde sucht, weil ihm diese intern nicht zur Verfügung stehen. Wenn er dich ausgewählt hat, dann weil dein Profil sein Interesse geweckt hat. Der Kunde muss eine Deadline einhalten, und es ist nicht immer einfach, im gesetzten Zeitrahmen eine geeignete verfügbare Person zu finden, du hattest also sehr wohl Verhandlungsspielraum, warst dir dessen aber nicht bewusst.

Dabei ist es ganz einfach: Bereite dich auf Verhandlungen mit Kunden vor! Hier ein paar Ratschläge, die dir helfen sollen, deine Honorare, Beschränkungen, Fristen usw. zu verhandeln.

Sei dir über dein Honorar für diesen Auftrag im Klaren, bevor du mit den Verhandlungen beginnst

Improvisiere nicht und weigere dich, eine Summe zu nennen, solange du nicht über alle erforderlichen Informationen verfügst, um einen realistischen Preis zu nennen. Wenn du dann alle Karten in der Hand hältst, nimm dir Zeit, dein Honorar zu kalkulieren, und beginne erst dann mit den eigentlichen Verhandlungen. Nenne deinen Preis, bevor der Kunde eine Summe vorschlägt: Du bist der Experte und du verfügst über die entsprechende Erfahrung. Es liegt also bei dir, dein Honorar festzulegen. Bestimme ein Mindesthonorar, das du niemals unterschreitest.

Analysiere und nutze deinen Handlungsspielraum aus

Je nach Situation, kann der Handlungsspielraum variieren. Ein kleines Unternehmen hat weniger Mittel zur Verfügung als ein Konzern. Das Budget für ein Projekt mit sehr knapper Deadline ist sicherlich flexibler verhandelbar. Außerdem spielt die Wettbewerbslage eine Rolle: Ist die Konkurrenz groß, oder bist du einer von nur 3 infrage kommenden Experten? Alles Informationen, die dir helfen, deinen Handlungsspielraum zu ermitteln und auszuschöpfen.

Prüfe, ob deine Forderungen auch realistisch sind

Wenn du dreißigtausend Euro und einen Firmenwagen verlangst, um ein Logo zu entwerfen, werden sich die Verhandlungen vermutlich schwierig gestalten. Du musst in der Lage sein, solide Argumente anzuführen und einen konkreten Plan zu präsentieren, die deine Forderung und Planung rechtfertigen und dem Kunden verständlich und nachvollziehbar erscheinen. Auf Malt sind die Richthonorare für Freelancer im Profil angezeigt. Das ermöglicht es dir, einzuschätzen, wie realistisch dein Honorar veranschlagt ist und gegebenenfalls nachzubessern. Der Kunde kann das Honorar ebenfalls sehen und wird dich nur kontaktieren, wenn es nicht allzu weit von seinem Budget entfernt ist. Feedback anderer Kunden zu vorausgegangenen Aufträgen untermauern die Qualität deiner Arbeit und tragen dazu bei, deine Forderung zu rechtfertigen.

Strebe eine Win-win-Situation an

Selbstverständlich geht es nicht darum, sich jedweder Diskussion zu verschließen. Jede Situation ist einzigartig. Aber Kompromisse, die du eingehst, müssen die Gesamtsituation verbessern und beide Seiten zufriedenstellen. Sei kreativ und schlage Alternativen vor, anstatt alles abzunicken, darunter auch Dinge, die du nicht einhalten kannst. Bleibe bei deiner Planung, deinem Budget und deinen Ansichten zur Marschrichtung: Noch einmal – du bist der Experte, also weißt du auch besser, was zu welchen Konditionen machbar ist.

Sei nicht kleinlich

Nicht jede Kleinigkeit erfordert gleich umfangreiche Verhandlungen. Mach kein Drama daraus, wenn man dich bittet, einen Titel zu ändern oder ein Foto zu löschen. Wenn du aber der Meinung bist, dass eine Entscheidung sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken könnte, kämpfe für deine Überzeugung, ohne dass gleich jede Auseinandersetzung mit dem Kunden zum Konflikt ausartet.

Sage nicht überstürzt „ja“ oder „nein“

Vor allem bei wichtigen Entscheidungen solltest du um Bedenkzeit bitten und dir Zeit lassen, alle Informationen zu berücksichtigen. Besser die richtige Antwort nach 24 Stunden geben als die falsche im Eifer des Gefechts.

Sei immer höflich, aufrichtig und verständnisvoll

Das klingt erstmal selbstverständlich, aber halte dir immer vor Augen, dass es nicht dein Ziel ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt möglichst viel auf einmal herauszuschlagen, sondern eine langfristige Vertrauensbasis zu schaffen, von der beide Seiten profitieren.

Sei gewappnet, die Verhandlungen jederzeit abzubrechen

Manchmal kommt man mit dem Kunden auf keinen gemeinsamen Nenner. In solchen Momenten muss man auch mal „nein“ sagen können. Oft tut man sich schwer, einen Auftrag abzulehnen, weil man den Konflikt scheut. Aber man muss lernen, auf respektvolle Art „nein“ zu sagen, wenn sich keine zufriedenstellende Einigung finden lässt. Betrachte gescheiterte Verhandlungen nicht als Niederlage, sondern als ganz normaler Teil des Freelancer-Daseins. Es wird immer wieder mal vorkommen, dass ein Auftrag nicht zustandekommt. Analysiere die Gründe für das Scheitern und lerne daraus.

Und schon bist du bestens gewappnet, jetzt brauchst du die guten Vorsätze nur noch umzusetzen. Viel Erfolg!

Text: Marie Vareille

Freelance: Wie man sich einen guten Ruf erarbeitet und erhält

Die Karriere eines Freelancers ist vor allem von seiner Reputation abhängig. Es ist unabdingbar, bei jeder Interaktion mit einem Kunden, bei jedem Projekt, das man als Freelancer durchführt, an die langfristige eigene Reputation zu denken. Ein potenzieller Kunde braucht einen Nachweis deiner Fähigkeiten, er ist nicht verpflichtet, allein auf dein Wort zu vertrauen, und er will keine Zeit auf überflüssige Gespräche verschwenden, wenn er die benötigten Informationen auch online oder von deinen ehemaligen Kunden erhalten kann.

Hier also einige Ratschläge, wie man sich einen guten Ruf erarbeitet und erhält:

Gib immer dein Bestes: Qualität vor Quantität

Ein Projekt, an dem du als Freelancer gearbeitet hast, spiegelt deine Kompetenzen wider. Wenn du der Meinung bist, dass ein Projekt insgesamt mangelhaft war, auch wenn du selbst tadellos gearbeitet hast, gib es nicht als Referenz auf deiner Website oder in deinem Business-Profil an. Halte dir insgesamt immer vor Augen, dass wenn du als Freelancer an einem Projekt für einen Kunden arbeitest, an dem du langfristig nicht wirklich interessiert bist, auch andere Kunden Zugriff auf deine Arbeit haben. Wenn du schlechte Arbeit ablieferst, fällt das auf dich zurück und schadet deiner Reputation.

Achte immer auf dein Auftreten

Ein paar Monate nach Abschluss eines Freelancer-Auftrags erinnert man sich noch ebenso gut oder sogar besser an dein Auftreten als an deine eigentliche Arbeit. Ein guter wie auch ein schlechter Eindruck bleiben im Gedächtnis eines Kunden deutlicher haften als Einzelheiten eines von dir ausgeführten Auftrags. Tritt also gegenüber Kunden immer positiv, proaktiv und respektvoll auf. Und rufe dich immer mal wieder in gute Erinnerung, das kann dazu führen, dass man dich weiterempfiehlt.

Auch als Freelancer musst du deine Kunden um Feedback bitten

Auf Malt kannst du Empfehlungen und Feedback von Kunden posten, ob die betreffenden Aufträge über unsere Plattform zustande gekommen sind oder anderweitig. Wir erleben tagtäglich, dass Freelancer, die um Feedback gebeten haben und für die Empfehlungen ausgesprochen wurden, sehr viel öfter angefragt werden. Scheue dich nicht, Empfehlungen einzuholen und zu posten. Sie wirken auf Kunden extrem vertrauenerweckend.

Nimm Kritik an und berücksichtige diese für die Zukunft

Als Freelancer bekommt man wenig Feedback, jedenfalls deutlich weniger als in einem Unternehmen, in dem „offizielle“ Quartalsbewertungen es dem Vorgesetzten ermöglichen, sich ein Bild von den Stärken und Schwächen eines Mitarbeiters zu machen. Bittet Kunden um Feedback und nehmt Kritik ernst. Geht davon aus, dass jeder negative Rückmeldungen lieber vermeidet, und dass, wenn doch eine solche erfolgt, sie gerechtfertigt ist.

Pflegt euer Profil: Qualität vor Quantität

Freelancer sind immer überlastet, trotzdem wäre es ein schwerwiegender Fehler, das Profil oder die Website nicht regelmäßig zu aktualisieren. Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, ein überzeugendes, übersichtliches Profil zu erstellen, das die eigenen Fähigkeiten in den Fokus rückt. Überlege dir gut, wie du dich selbst beschreiben willst: Was unterscheidet dich von der Konkurrenz? Veröffentliche ein hochwertiges Foto, vorzugsweise von einem professionellen Fotografen. Überlege sorgfältig, welche Projekte du in deinem Portfolio veröffentlichst. Qualität geht über Quantität, und du solltest nur Projekte auflisten, die deine eigenen Fähigkeiten in den Vordergrund stellen. Vergiss nicht, Profil und Portfolio regelmäßig um deine neuesten Projekte zu ergänzen.

Achte auf Form und Inhalt

Auch wenn du kein Grafiker bist, solltest du auf eine übersichtliche Strukturierung deines Profils und Portfolios achten. Nicht nur, damit der Kunde deine Kernkompetenzen und bisherigen Leistungen mühelos erfassen kann, sondern auch, weil dies deine Arbeitsweise widerspiegelt: Ein Freelancer mit einem unstrukturierten, chaotischen Profil ist wenig vertrauenerweckend, und man wird ihm kein strukturiertes, systematisches Arbeiten zutrauen.

Foto: Célestine Chua auf Flickr

Text: Marie Vareille

Wie pflegt man als Freelancer sein Netzwerk?

Majdi ist seit 2010 freiberuflich als Fullstack-Entwickler tätig und hat Erfahrung in Agenturen, Startups und Schulen gesammelt. Für ihn ist „Bindung“ ein Schlüsselelement, und er spricht er mit uns über Best Practices zur Pflege des Freelancer-Netzwerks, insbesondere als Entwickler.

Würdest du dich vorab kurz vorstellen? 🙂

Ich heiße Majdi Toumi, bin CEO von Mhirba und seit 2010 freiberuflicher Entwickler. Bei Mhirba arbeiten wir hauptsächlich im Bereich Internet der Dinge mit einer offenen Hardware-Plattform namens MangOH. Wir unterstützen Projektleiter ohne technische Kenntnisse bei der Erstellung eines MVP (Web, Mobile oder IdD), das ihr V1 sein wird.

Darüber hinaus bin ich pädagogischer Leiter von Schulungen für Web & Mobile Designer/Entwickler bei Efreitech (Schule der Efrei Paris Gruppe). 

Eine ganz einfache Frage: Wie baue ich mir zu Beginn meiner Freelancer-Karriere ein Netzwerk auf?

Ganz allgemein ist der Schlüssel zum Netzwerk immer noch die direkte Kommunikation. Wir haben alle innerhalb unseres beruflichen oder privaten Umfelds Menschen, die Informatik-Dienstleistungen benötigen, aus den Bereichen Entwicklung, Design, Beratung…

Ich habe bei der Organisation mehrerer Konferenzen und Hackathons mitgewirkt und kann eine solche ehrenamtliche Tätigkeit nur empfehlen, weil man viele neue Leute kennenlernt und sich somit auch zahlreiche Gelegenheiten ergeben, geschäftliche Kontakte zu knüpfen.  Glaubt mir, ein Ehrenamt, das erst einmal darin besteht, eine Leistung ohne Gegenleistung zu erbringen, macht sich früher oder später bezahlt. 😊

Welche Aspekte werden deiner Meinung nach bei der Netzwerkpflege häufig vernachlässigt?

Am häufigsten wird das vernachlässigt, was ich als „Bindung“ bezeichne. Damit meine ich, dass man auch mit Leuten essen oder etwas trinken gehen sollte, mit denen man nicht unbedingt ähnliche Interessen teilt. Man tauscht sich über die Berufe aus, und hieraus können sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt noch Gelegenheiten zur Zusammenarbeit ergeben.

Ich denke da an ein konkretes Beispiel, das etwa zwei Monate zurückliegt. Ich habe einen Projektleiter kennengelernt, der schon mit einem festen Technik-Team zusammenarbeitete, und habe ihm beim Kaffee den einen oder anderen Tipp gegeben. Ein paar Monate später hat er mich gemeinsam mit einem seiner Kunden angesprochen, und wir haben zusammen an einem Parallelprojekt gearbeitet.

Was sollten Freelancer Entwickler im Vergleich zu anderen Freelancern besonders beachten?

Ich als freiberuflicher Entwickler denke, dass es einen äußerst wichtigen Punkt zu beachten gilt: die Popularisierung. Programmieren ist eine Kunst, die anderen vielleicht unzugänglich erscheinen mag, aber das liegt nur daran, dass die Umgebung nicht verstanden wird. Es ist die Aufgabe des Entwicklers, dem Kunden sein Profil, seine Arbeit so verständlich wie möglich zu vermitteln und ihn offen und ehrlich in die Technik einzuweisen.

Ich bemühe mich immer, meine Kunden ins Boot zu holen, und die Kombi technische Erfahrung+Austausch+Transparenz funktioniert immer. Es entsteht eine festere Bindung, und die Aufgabe wird zumindest in groben Zügen verstanden.

Welche sind deine Lieblings-Tools zum Aufbau und zur Pflege deines Netzwerks?

Meine bevorzugten Social-Media-Tools für den Ausbau meines Netzwerks sind die Klassiker Twitter, LinkedIn oder auch Slack. Es gibt dort zahlreiche kleine Communitys für Entwickler, Design oder hochwertige Produkte. Ein weiteres wichtiges Tool im Bereich der sozialen Medien sind Meetups. Abgesehen von diesen „Werkzeugen“ gibt es nichts Besseres als einen regelmäßigen persönlichen Austausch zur Netzwerkpflege.  Hier sind für mich derzeit (echte) Coworking-Büros optimal. Ich habe beispielsweise 2012 über Les Satellites in Nizza solche Locations gefunden. Obwohl ich seit Jahren nicht mehr vor Ort war, ist mir das damals entstandene Netzwerk bis heute erhalten geblieben. Das gleiche gilt für das Nuage Café in Paris. Es ist ein besonderer Ort, sehr bequem zum Arbeiten und ideal, um berufliche Kontakte zu knüpfen. Dort habe ich im Übrigen bei einem großartigen Kaffee mehrere Kunden gewonnen, die ich sonst niemals kennengelernt hätte. 🙂

Und das Wort zum Schluss?

 Ich möchte ernsthaft vermitteln, dass das Netzwerk immens wichtig ist. Ihr werdet sehen, dass eine große Mehrheit eurer Aufträge über das Netzwerk hereinkommt. Bei mir waren es 2017 an die 80 %.

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr anfangen sollt, oder wenn ihr euch scheut, auf andere zuzugehen, nehmt euch vor, an einem Event teilzunehmen und dort 1 oder 2 Personen anzusprechen, dann bei der nächsten Veranstaltung ein paar mehr usw.

Ihr werdet feststellen, dass es euch bald leichter fallen wird, auf andere zuzugeben, und das wird euch beim Netzwerken von großem Nutzen sein. Ich möchte möglichst viele Menschen vom Potenzial des Netzwerks überzeugen.

Wählt ein passendes AfterMalt oder ein interessantes Meetup in eurer Nähe aus, geht hin und pingt mich hinterher auf Twitter an, um euch mit mir darüber auszutauschen. Let’s rock !

Auftragsmanagement für Freelancer

Chris Chauvet ist seit seinem ersten Studienjahr am Epitech freiberuflicher Digital Consultant und Entwickler. Er ist für Kunden aus unterschiedlichen Branchen tätig (Pure Player, Startups, Investmentfonds…) und gewährleistet ein agiles Projektmanagement.

Wie erstellt man ein Lastenheft? Wie meidet man Fallstricke? Ist es sinnvoll, Kommunikationsregeln mit dem Kunden festzulegen? Das Malt-Team hat ihn zu diesen Themen befragt!

Was ist deiner Erfahrung nach der häufigste Fehler bei der Erstellung des Lastenhefts?

Soweit ich das beurteilen kann, ist der häufigste Fehler eine mangelhafte Bezeichnung des tatsächlichen Bedarfs auf Kundenseite. Das führt zu Missverständnissen zwischen Kunden und Freelancer. Häufig sind es nur Kleinigkeiten, die aber alle Beteiligten Zeit kosten. Hinzu kommt, dass der Kunde für gewöhnlich nicht bereit ist, nachzuverhandeln und Fristen zu verlängern.

Wie kann man dem vorbeugen?

Ich persönlich versuche immer, bei der Erstellung eines Lastenhefts möglichst alles mithilfe von Screenshots,Verläufen usw. zu dokumentieren. Das hilft mir dabei, mir einen besseren Überblick von einem Projekt zu verschaffen, kann aber im Streitfall auch als „Beweis“ herangezogen werden.

Wie ermittelst du dein Honorar?

Hierfür lege ich meine Prognose zugrunde, mein Betriebskapital… und auch die Projektdauer. Werden beispielsweise für ein Projekt drei Monate veranschlagt und besteht der Kunde auf einem Zahlungsziel von +30 Tagen, bekomme ich mein Geld frühestens vier Monate nach Arbeitsbeginn. Mein eigenes Betriebskapital ermöglicht es mir, dem Kunden finanzielle Flexibilität einzuräumen und nicht umgekehrt!

Welche sind deine bevorzugten Tools für die Kommunikation mit dem Kunden?

Primär das Telefon! Ich benutze aber auch Teamviewer, Google Doc, Hangouts… Ich passe mich da dem Kunden und dessen Kenntnissen an. Ich versuche aber immer, mit jenen Tools zu arbeiten, die ich selbst am besten beherrsche, und den Kunden in deren Nutzung einzuweisen. Mein Ziel ist es, den Kunden im Projektmanagement zu schulen, weil er proaktiv sein muss, um meine Fragen zu beantworten und mir Lösungen anzubieten…

Welche drei wichtigsten Ratschläge würdest du Freelancern geben im Hinblick auf den Umgang mit Kunden?

Sich nicht zu sehr auf das Zahlungsziel zu verlassen, um sich finanziell abzusichern. So vermeidet man, in eine finanzielle Schieflage zu geraten, oder endlose Überstunden einlegen zu müssen, um den finanziellen Rückstand aufzufangen…

Den Zeitaufwand für das Projektmanagement nicht unterschätzen. Ich persönlich lege immer einen Tag in der Woche fest, an dem ich mit dem Kunden telefoniere, um mit ihm die nächsten Fälligkeiten abzusprechen und mir die Abnahme der erbrachten Leistungen bestätigen zu lassen.

Die juristischen Vorgaben zum Datenschutz und zu Vertraulichkeitsvereinbarungen einhalten und im Zweifelsfall einen Rechtsexperten hinzuziehen.

Für mich sind das die zentralen Punkte, die es zu beachten gilt 🙂

Und Sie, möchten Sie auch weitere Tipps für das Auftragsmanagement mit anderen Freelancern teilen?

Vier unverzichtbare Etappen der Kundenbindung für Freelancer

Ein Bestandskunde ist fünfmal einfacher zu überzeugen, als ein Neukunde, mit dem Sie noch nie gearbeitet haben. Das bedeutet, wenn die Kundenbindung zu Ihrer kommerziellen Nachbetreuung gehört, dann können mit minimalem Aufwand neue Verträge abschließen. Mathieu Doumalin, Berater für Geschäftsentwicklung erklärt, wie Sie diesen Aspekt in vier Schritten erreichen.

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Wie kann man seine Zeit als Freelancer effizient einteilen?

Wer als Freelancer selbstständig arbeitet, muss sich seine Zeit selbst einteilen. Wir geben euch ein paar Tipps, um effizienter zu werden und vergleichen Trello und Asana.

Meinen Kunden sichtbar machen, wann ich zur Verfügung stehe

Um Berg- und Talfahrten in Bezug auf das anstehende Arbeitspensum zu vermeiden, ist es wichtig, realistisch mittel- und langfristig zu planen. So können Sie Ihre Kunden informieren, ab wann Sie für ein neues Projekt Zeit haben, auch wenn Sie aktuell an einem Auftrag arbeiten.

Malt ermöglicht es, die Verfügbarkeit (Voll- oder Teilzeit) und das Datum, ab dem Sie wieder zur Verfügung stehen, auf dem Freelancer-Profil anzuzeigen. Dieses Kriterium ist auf der Plattform mit das Wichtigste für die Anzeige der Profile in den Suchergebnissen des Kunden: wer seine Profilseite und seine Verfügbarkeit regelmäßig aktualisiert, wird in den Suchergebnissen leichter hervortreten.

Meine Projekte zeitlich abstecken, um den Zeitaufwand in Rechnung zu stellen

Wenn Sie Ihr Honorar anhand der benötigten Zeit berechnen, dann kann Toggl sehr hilfreich sein! Dieses Zeiterfassungstool, das als Software oder App installiert werden kann (für Windows, Mac, Linx, Android und iOs, und als Erweiterungen für Chrome und Firefox), ist eine echte Hilfe zur Erstellung von Rechnungen. Toggl lässt sich in die bekanntesten Produktivitätstools des Marktes (Salesforce, GitHub, Trello, Basecamp…) eingliedern und verfügt über einen manuellen Zeitmesser, um Arbeitsphasen anzufangen und zu beenden, die Möglichkeit, eine unbegrenzte Anzahl an Kunden und Projekten zu integrieren, eine Einstellung für variable Stundensätze und vieles mehr.

Meine Termine mit den besten Tools planen

Dieser Punkt ist natürlich subjektiv und eine Frage der persönlichen Vorliebe!

Hier ein kurzer Vergleich der beiden marktführenden Lösungen Trello und Asana:


Trello Asana
Organisation der To-Do-Liste Nein Ja
Benachrichtigungen Nein Ja
Datensynchronisation mit den
Standard Agenda-Apps,
wie Apple Kalender oder

Google Kalender
Nein Ja
Kostenlos Ja Ja
Aufgaben markieren Ja Ja
Widgets hinzufügen Ja Nein
Optimiert für Tablets Ja Nein

Malt Tagessatzrechner

Willkommen bei Malt.de, dem Markplatz für Freelancer im Digitalbereich, der Kunden und Freelancer direkt zusammen bringt, ohne Agenturen, ohne Broker. Mittlerweile arbeiten bei uns 110.000 Freelancer mit 70.000 Kunden, von Startup bis Großkonzern, zusammen. Bei uns werdet ihr innerhalb von 48 Stunden nach Projektabschluss bezahlt und seid bei jedem Projekt über eine Berufshaftpflicht versichert. 

Nachdem ihr wisst, wie ihr am Besten an spannende Projekte kommt, nun aber zu der vielleicht schwierigsten Frage für Euch als Freelancer: Wieviel sollte ich für meine Leistungen berechnen? 🤔

Wir haben mit vielen Freelancern auf unseren Events gesprochen und gemerkt, dass ein einfaches Tool zur Berechnung des Tagessatzes für viele Freelancer hilfreich wäre.

Einer unserer wichtigsten Ziele ist es Freelancern in ihren Karrieren zu helfen und der Community wertvolle Inhalte zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben wir uns daran gemacht einen Tagessatzrechner zu entwickeln. Wie wir das häufig so tun, haben wir mit einem Freelancer zusammengearbeitet um einen benutzerfreundlichen Tagessatzrechner basierend auf einer umgedrehten brutto-netto Rechnung zu modellieren. Wir finden, das Ergebnis überzeugt.

Willst Du das Tool ausprobieren und den Tagessatz mit Deinem aktuellen vergleichen?


Wie Sie Ihren durchschnittlichen Tagessatz ermitteln können?

Die Ermittlung des eigenen Tagessatzes ist für Freiberufler gerade in der Anfangszeit eine Herausforderung. Es fehlen die tiefe Marktkenntnis, Kontakte und das Selbstbewusstsein gegenüber dem Kunden einen angemessenen Tagessatz zu vertreten. Häufig werden zudem die eigenen Kosten unterschätzt und die eigene Arbeit somit zu preiswert angeboten.

Aber keine Sorge: Kommt Zeit alles mit der Zeit.

Und bis Du Deinen eigenen Erfahrungsschatz entwickelt hast, kann Dir dieser Artikel eine erste Hilfestellung für die Ermittlung eines angemessenen Tagessatzes geben. Zudem wird erklärt, wie Dir Malt dabei helfen kann, Dich zu vernetzen, neue Kunden zu gewinnen und Deine Tagessätze zu optimieren.

Angebot und Nachfrage

Ein zu hoch gewählter Tagessatz lässt sich nur schwer dem Kunden vermitteln und die Aufträge bleiben aus. Auf der anderen Seite kann auch ein zu geringer Tagessatz bei hoher Qualifikation den Kunden misstrauisch machen und im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass nach Kosten und Steuern zu wenig beim Freelancer ankommt.

Aber wie kann man sich einem angemessenen Tagessatz annähern?

Der Tagessatz sollte niemals mit einer einseitigen Betrachtung kalkuliert werden. Vielmehr sollte der Tagessatz unter Berücksichtigung verschiedenster Blickwinkel in der Schnittmenge von Angebot und Nachfrage ermittelt werden. Dabei spielt der Freelancer selbst natürlich die Hauptrolle, aber auch der Kunde und der Wettbewerb sollten bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

Deine Wettbewerber

Benchmarking

Ein Blick auf den Wettbewerb hilft dabei, den eigenen Tagessatz einzuordnen und stärkt das Selbstvertrauen, einen höheren Tagessatz durchsetzen zu können. Marktstudien und Informationen zu durchschnittlichen Tagessätzen gibt es zuhauf im Web. Wichtig ist es, bei einem Blick auf den Markt nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, denn die durchschnittlichen Tagessätze gehen zum Teil deutlich auseinander. Während IT-Spezialisten in der Regel einen höheren durchschnittlichen Tagessatz erzielen können, müssen Freelancer in kreativen Bereichen oft mit etwas weniger auskommen.

Zudem gehen die Tagessätze von Freelancern innerhalb eines Fachgebiets oft weit auseinander. Einflussfaktoren können persönliche Faktoren sein, wie das Level an Berufserfahrung, aber auch an einer feineren Untergliederung der Fachgebiete liegen. IT-Spezialist ist nicht immer gleich IT-Spezialist. Ein Datenbankadministrator kann im Schnitt einen höheren Tagessatz erzielen, als ein Front-end Entwickler.

Networking und Erfahrungsaustausch

Einen guten Überblick kann man sich auf Networking-Veranstaltungen verschaffen. Im direkten Gespräch mit anderen Freelancern, kann man sich austauschen und Projekterfahrungen bzw. Tagessätze vergleichen. Ich selbst bin noch nie enttäuscht von einem Meetup nach Hause gekommen. Malt bietet Euch auf zahlreichen Fachvorträgen, After-Work-Veranstaltungen und sonstigen Meetups die Möglichkeit zum ungezwungenen Austausch untereinander. Eine Liste der aktuellen Malt-Events findest du hier.

Du

Deine Erfahrung

Ob Du Dich im Vergleich zum Wettbewerb eher am oberen oder am unteren Ende der Preis-Skala einordnest, sollte im Wesentlichen von Deiner Erfahrung und Deinen Fähigkeiten abhängen. Nur allzu oft spielt aber auch das eigene Selbstvertrauen eine wesentliche Rolle bei der Preisbildung. Sobald man die ersten Projektreferenzen vorweisen kann, steigt in der Regel auch das Selbstvertrauen und man kann ruhig mal versuchen einen höheren Tagessatz zu verlangen.  

Kosten und Gewinnziele

Vielen Freelancern fällt es zu Beginn Ihrer Tätigkeit schwer, eine betriebswirtschaftliche Kalkulation aufzustellen, die die selbstständige- oder freiberufliche Tätigkeit adäquat abbildet. Insbesondere die Kosten der Sozialversicherung werden häufig unterschätzt. Zu diesem Zwecke haben wir ein Excel-Tool entwickelt, das Euch dabei helfen soll, einen angemessenen Tagessatz zu ermitteln.

Der Tagessatzrechner funktioniert wie ein umgekehrter Brutto-Netto Rechner: Ausgehend vom gewünschten Netto-Einkommen und verschiedenen Eingaben zu Deinen Sozialabgaben, Steuern, sonstigen Kosten sowie Deiner geplanten Auslastung, wird ein Ziel-Tagessatz ermittelt. Das Ergebnis wird Dir übersichtlich in einer Brutto-Netto Tabelle dargestellt.

Den Tagessatzrechner findest Du übrigens hier.

Deine Vermarktung

Du hast die nötigen Fähigkeiten und mit Hilfe des Tagessatzrechners sowie einem Blick auf den Wettbewerb hast Du einen angemessenen Tagessatz ermittelt. Und trotzdem hättest Du gerne mehr Aufträge? Mit Malt kannst Du Deine Leistungen auf dem Direktmarktplatz der Plattform ohne zusätzliche Agenturen anbieten. Wenn Dein Malt-Profil das Interesse der Kunden weckt, wirst Du direkt über die Plattform kontaktiert und kannst ein konkretes Angebot für ein Projekt abgeben.

Damit Dir die Erstellung Deines Profils möglichst leicht fällt, bietet Malt in großen Städten regelmäßig die Möglichkeit kostenlose professionelle Profilbilder machen zu lassen und hilft Dir in Webinaren, Dein Profil so zu gestalten, dass es die maximale Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zieht. Wann die nächsten Webinare oder Fotoshootings in Deiner Nähe stattfinden, kannst Du hier nachsehen.

Deine Kunden

Zu guter Letzt hat jedoch auch der Kunde immer ein Wörtchen beim Tagessatz mitzureden. Wenn Du aber Deinen Marktwert gut einordnen konntest, sollten keine großen Überraschungen mehr auf Dich zukommen. Aus meiner Sicht haben der Projektinhalt sowie die Unternehmensgröße, Branche und Standort des Kunden den größten Einfluss auf die Höhe des erzielbaren Tagessatzes.

Projektinhalt

Bei der Abgabe eines Angebots sollte man sich gut überlegen, welche Inhalte das Projekt im Kern hat. Geht es um eine eher standardisierte Umsetzung oder die Entwicklung einer völlig neuen Lösung. Ein Webdeveloper wird vermutlich einen höheren Tagessatz verlangen, wenn er mit der Neugestaltung der Webseite auch die Corporate Identity und das Branding des Kunden mitgestalten soll. Geht es hingegen lediglich um die Umsetzung einer vordefinierten Idee, lässt sich ein geringerer Tagessatz erzielen.

Unternehmensgröße, Branche und Standort

Es kann durchaus Sinn machen, Dich auf eine spezielle Branche bzw. Unternehmensgröße zu spezialisieren. Die passende Branche kann jedoch abhängig von Deinem Fachbereich sein. Für IT-Freelancer kann es besonders attraktiv sein, sich auf Branchen zu spezialisieren, die derzeit ihren Fokus verstärkt auf die Digitalisierung legen. Dazu gehören zum Beispiel die Finanzdienstleistungsbranche (Banken, Versicherungen, etc.), die Telekommunikationsbranche sowie die IT-Branche selbst. Werbeagenturen können dagegen für Marketing-Berater, Fotografen und Werbetexter interessanter sein.

Auch der Standort des Kunden spielt eine bedeutende Rolle. In großen Städten, in denen viele Unternehmen angesiedelt sind, lassen sich höhere Tagessätze erzielen, als in kleineren Städten mit geringer Unternehmensdichte. Zudem herrschen auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall zum Teil noch signifikante Unterschiede zwischen Ost und West. Eine gute Orientierung bietet ein Blick auf das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Akademikern. Während in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei über € 48k liegt, müssen sich Berufseinsteiger in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit weniger als € 35k zufriedengeben.

Für welche Art von Kunden Du am liebsten arbeitest, musst Du aber nicht alleine vom Tagessatz abhängig machen. Für ein spannendes Projekt oder einen interessanten Kunden, kann der Tagessatz auch mal eine sekundäre Rolle einnehmen. Im Jahresdurchschnitt solltest Du aber selbstverständlich ein auskömmliches Einkommen erzielen.