Die Home Office Grundschule

7 Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Egal ob du Freiberufler bist und schon lange im Home-Office arbeitest oder ob du dich erst kürzlich selbständig gemacht hast und noch wenig Erfahrung mit remote Arbeit hast. Für produktives Arbeiten im Home Office gibt es ein paar grundlegende Regeln, die man kennen sollte, damit die Arbeit zuhause nicht aus dem Ruder läuft. Denn obwohl wir die Angst vor Unproduktivität und Faulheit im Home Office für unbegründet halten, gibt es doch einige Tücken, die man vorher verinnerlichen sollte. 

Einen anständigen Arbeitsplatz einrichten

Nur weil man nicht jeden Tag ins Büro fährt, heißt das nicht, dass man keinen Anspruch auf einen vernünftigen Arbeitsplatz hätte. Wenn man von zu Hause arbeitet, ist es unerlässlich, sich einen anständigen Arbeitsplatz einzurichten. Streich also Sofa, Küchentisch oder Couchtisch gleich gedanklich von der Liste der Möglichkeiten. Du brauchst einen richtigen Schreibtisch, idealerweise in einem separaten Raum. Wenn das nicht möglich ist, eine „Arbeitsecke“ im Wohnzimmer. Das Schlafzimmer ist kein geeigneter Ort, es sei denn, du möchtest jede Nacht von deinen Kunden heimgesucht werden. Wenn du die besagte Arbeitsecke im Wohnzimmer irgendwie vom Wohnbereich abtrennen kannst (Raumteiler, Vorhang…), umso besser. Wichtig ist ein ruhiger Raum mit Tageslichteinfall. 

In eine hochwertige Ausstattung investieren

Vor allem, wenn du gerade erst anfängst, musst du zwangsläufig in eine Büroausstattung und die entsprechende Hard- und Software investieren. Spare vorallem nicht beim Bürostuhl: er muss bequem und ergonomisch sein. Denk daran, dass du auf diesem Stuhl mehr Zeit verbringen wirst, als in Ideinem Bett. Organisiere deinen Arbeitsplatz so, dass du alles, was du brauchst, zur Hand hast, ob Büromaterial oder Computer-Equipment. Das kostet Geld ja, aber noch mehr kostet dich die Zeit, die dabei draufgeht, einen streikenden PC wieder ins Laufen zu bringen oder verloren gegangene Daten zu rekonstruieren.

Ablenkungen vermeiden

Wenn du arbeitest, arbeitest du. Du schaust nicht fern, oder surfst im Internet. Natürlich gehört Internetpräsenz zum Alltag, aber Facebook, YouTube & Co. sind keine gute Gesellschaft während der Arbeitszeit. Es gibt zahlreiche Tools, die den Internetzugriff auf soziale Netzwerke begrenzen oder dich bei deinem Zeitmanagement unterstützen. Mithilfe von RescueTime kannst du beispielsweise analysieren, wie viel Zeit du mit den einzelnen Applikationen auf deinem Computer verbringst. Ein Vorteil des Home-Office besteht darin, dass man seine Arbeit nicht ständig unterbrechen muss wegen irgendwelcher Besprechungen, weil jemand Fragen hat oder das Telefon klingelt. Nutze diesen Vorteil und lass dich nicht von neuen potenziellen Störquellen verführen. 

Regelmäßige Pausen einlegen 

Wenn man im Home-Office arbeitet, kann man sich seine Zeit frei einteilen. Morgenmenschen fangen früher an, Nachteulen später. Allerdings sollte man vermeiden, den ganzen Tag im Schlafanzug vor dem PC zu sitzen, ohne das Haus zu verlassen oder mal ein privates Wort mit jemandem zu wechseln. Das ist weder für deine Produktivität noch für deine Laune förderlich! Du musst mindestens einmal täglich aus dem Haus gehen. Idealerweise, um dich sportlich zu betätigen. Auch wenn du wenig Zeit hast, frische Luft muss sein, auch wenn es nur zum Einkaufen oder der Weg zur Post ist. Das macht den Kopf frei und steigert die Produktivität. 

Die Arbeitszeit schützen 

Zu Hause Arbeiten heißt nicht, dass du ständig und jederzeit für private Erledigungen verfügbar bist. Selbstverständlich wirft man nebenbei mal die Waschmaschine anwerfen, aber lass dich nicht dazu hinreißen, den ganzen Haushalt zu schmeißen, einkaufen zu gehen, Päckchen für alle Nachbarn anzunehmen und noch deine Kinder zu betreuen. Erklär deiner Familie und deinem Umfeld, dass du arbeitest und in dieser Zeit nicht verfügbar bist. Es ist wichtig, dass du dich abgrenzt, da jede Unterbrechung, und sei sie noch so kurz, deine Konzentration stört und dich Zeit kostet.

Mobiles Arbeiten erweitern

Wenn es dir schwerfällt, von zu Hause zu arbeiten, such dir einen externen Arbeitsplatz. Manchmal braucht man einfach einen Tapetenwechsel. Man kann sich zum Arbeiten auch in einem Co-Working einmieten. Dort hast du in der Regel Zugriff auf Tools, die dir zu Hause nicht zwangsläufig zur Verfügung stehen. Außerdem kannst du auf diese Weise dein Netzwerk erweitern und nützliche berufliche Kontakte knüpfen. Aufgaben, die wenig Konzentration erfordern, kannst du auch auf der Terrasse eines Cafés erledigen, das bringt frischen Wind in die Alltagsroutine. Probiere einfach aus, wo du am effizientesten arbeitest. Tipps für die Suche, findest du hier

Totale Isolation vermeiden

Wenn man im Büro arbeitet, kann man bei Bedarf immer einen Kollegen oder seinen Vorgesetzten um Rat fragen. Wer immer im Home-Office arbeitet, bekommt nur wenig Feedback zu seiner Arbeit. 

Deshalb ist es wichtig, den Austausch auch online zu fördern, indem du immer mal wieder Meetings oder Telefonate einplanst, um dich auszutauschen und Feedback zu deiner Arbeit einzuholen. Probiere dazu doch auch mal neue Meeting-Formate online aus, wie z.B. das gemeinsame Arbeiten an einem Dokument in der Cloud zu dem man sich immer mal wieder per Zoom kurz abstimmt. New Ways of Working erfordern Kreativität, um offline Arbeitsmethoden auch online zu übertragen. 

Und trotz aller online-affinität – manchmal muss man einfach von Angesicht zu Angesicht etwas besprechen. Der direkte, persönliche Austausch sollte also nicht verloren gehen. Versuche Isolation im Home Office zu vermeiden und arbeite auch regelmäßig in Gemeinschaft z.B. im Co-Working Space oder mit deinen Kollegen zusammen im Büro (sofern es die aktuelle Situation zulässt).

Die Arbeitszeit begrenzen steigert die Produktivität

Viele neigen im Home Office sogar dazu  zu jeder Tages- und Nachtzeit zu arbeiten. Man setzt sich nach dem Essen noch mal schnell an den PC, um eine Mail zu beantworten, und dann kommt man vom Hölzchen aufs Stöckchen und sitzt zwei Stunden später immer noch da. Schalte den Computer am Ende deines Arbeitstages ab und nicht wieder ein und nimm ihn auch nicht mit ins Schlafzimmer. Zu lernen, Beruf und Privatleben zu trennen, ist ein ganz zentrales Element des Home-Office. Reserviere bewusst Zeit für Familie und Freunde, für Hobbys und zum Ausgehen. Das muss nicht zwingend am Wochenende sein, da du deine Zeit ja frei gestalten kannst, aber du solltest auf jeden Fall ein Mindestmaß an Freizeit einplanen.