Freelance: Wie man sich einen guten Ruf erarbeitet und erhält

Die Karriere eines Freelancers ist vor allem von seiner Reputation abhängig. Es ist unabdingbar, bei jeder Interaktion mit einem Kunden, bei jedem Projekt, das man als Freelancer durchführt, an die langfristige eigene Reputation zu denken. Ein potenzieller Kunde braucht einen Nachweis deiner Fähigkeiten, er ist nicht verpflichtet, allein auf dein Wort zu vertrauen, und er will keine Zeit auf überflüssige Gespräche verschwenden, wenn er die benötigten Informationen auch online oder von deinen ehemaligen Kunden erhalten kann.

Hier also einige Ratschläge, wie man sich einen guten Ruf erarbeitet und erhält:

Gib immer dein Bestes: Qualität vor Quantität

Ein Projekt, an dem du als Freelancer gearbeitet hast, spiegelt deine Kompetenzen wider. Wenn du der Meinung bist, dass ein Projekt insgesamt mangelhaft war, auch wenn du selbst tadellos gearbeitet hast, gib es nicht als Referenz auf deiner Website oder in deinem Business-Profil an. Halte dir insgesamt immer vor Augen, dass wenn du als Freelancer an einem Projekt für einen Kunden arbeitest, an dem du langfristig nicht wirklich interessiert bist, auch andere Kunden Zugriff auf deine Arbeit haben. Wenn du schlechte Arbeit ablieferst, fällt das auf dich zurück und schadet deiner Reputation.

Achte immer auf dein Auftreten

Ein paar Monate nach Abschluss eines Freelancer-Auftrags erinnert man sich noch ebenso gut oder sogar besser an dein Auftreten als an deine eigentliche Arbeit. Ein guter wie auch ein schlechter Eindruck bleiben im Gedächtnis eines Kunden deutlicher haften als Einzelheiten eines von dir ausgeführten Auftrags. Tritt also gegenüber Kunden immer positiv, proaktiv und respektvoll auf. Und rufe dich immer mal wieder in gute Erinnerung, das kann dazu führen, dass man dich weiterempfiehlt.

Auch als Freelancer musst du deine Kunden um Feedback bitten

Auf Malt kannst du Empfehlungen und Feedback von Kunden posten, ob die betreffenden Aufträge über unsere Plattform zustande gekommen sind oder anderweitig. Wir erleben tagtäglich, dass Freelancer, die um Feedback gebeten haben und für die Empfehlungen ausgesprochen wurden, sehr viel öfter angefragt werden. Scheue dich nicht, Empfehlungen einzuholen und zu posten. Sie wirken auf Kunden extrem vertrauenerweckend.

Nimm Kritik an und berücksichtige diese für die Zukunft

Als Freelancer bekommt man wenig Feedback, jedenfalls deutlich weniger als in einem Unternehmen, in dem „offizielle“ Quartalsbewertungen es dem Vorgesetzten ermöglichen, sich ein Bild von den Stärken und Schwächen eines Mitarbeiters zu machen. Bittet Kunden um Feedback und nehmt Kritik ernst. Geht davon aus, dass jeder negative Rückmeldungen lieber vermeidet, und dass, wenn doch eine solche erfolgt, sie gerechtfertigt ist.

Pflegt euer Profil: Qualität vor Quantität

Freelancer sind immer überlastet, trotzdem wäre es ein schwerwiegender Fehler, das Profil oder die Website nicht regelmäßig zu aktualisieren. Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, ein überzeugendes, übersichtliches Profil zu erstellen, das die eigenen Fähigkeiten in den Fokus rückt. Überlege dir gut, wie du dich selbst beschreiben willst: Was unterscheidet dich von der Konkurrenz? Veröffentliche ein hochwertiges Foto, vorzugsweise von einem professionellen Fotografen. Überlege sorgfältig, welche Projekte du in deinem Portfolio veröffentlichst. Qualität geht über Quantität, und du solltest nur Projekte auflisten, die deine eigenen Fähigkeiten in den Vordergrund stellen. Vergiss nicht, Profil und Portfolio regelmäßig um deine neuesten Projekte zu ergänzen.

Achte auf Form und Inhalt

Auch wenn du kein Grafiker bist, solltest du auf eine übersichtliche Strukturierung deines Profils und Portfolios achten. Nicht nur, damit der Kunde deine Kernkompetenzen und bisherigen Leistungen mühelos erfassen kann, sondern auch, weil dies deine Arbeitsweise widerspiegelt: Ein Freelancer mit einem unstrukturierten, chaotischen Profil ist wenig vertrauenerweckend, und man wird ihm kein strukturiertes, systematisches Arbeiten zutrauen.

Foto: Célestine Chua auf Flickr

Text: Marie Vareille