#ReadytoHelp Freelancer Nico W. im Interview

Nico W. ist seit 2019 freiberuflicher Softwareentwickler mit einer Spezialisierung auf Shopify und Unity 3D in der Game Entwicklung. Seit Anfang des Jahres ist er auch auf Malt. Über unsere Aktion #ReadytoHelp bietet er seine Hilfe an Unternehmen an, die gegen die Corona-Krise ankämpfen. Im Interview erzählt er uns über das Projekt Corona Helfer e.V. und wie Corona sich auf die Projektlage als Freelancer auswirkt.

Wie hast du von der #ReadytoHelp Initiative erfahren und warum hast du dich entschieden mitzumachen?

Ich hatte damals im Radio mitbekommen, dass zum Beispiel Leute gesucht wurden, die die Regale in einzelnen Einkaufsläden wieder auffüllen. Da wollte ich helfen. Mit zwei kleinen Kindern sind wir als Familie darauf angewiesen, dass die Grundversorgung problemlos klappt. Das lies sich aber nicht vereinbaren mit Familie und bestehendem Job. Dann habe ich in eurem Newsletter über die Aktion #ReadytoHelp erfahren und mir wurde bewusst, dass ich auch mit dem Job, den ich bereits tue, etwas beitragen kann. 

Aktuell unterstützt du ehrenamtlich das Corona Helfer e.V. Worum geht es dabei genau?

Bei der Plattform geht es darum Unternehmen aus der Grundversorgung mit freiwilligen Helfern zusammenzubringen. Unternehmen geben dort eine Anzeige auf, um möglichst schnell mit freiwilligen Helfern in Kontakt zu kommen. Freiwillige Helfer können sich ebenso einfach eintragen und ihre Unterstützung anbieten. Die Idee fand ich grundsätzlich super, da sie schnell verschiedene Bedarfe vernetzen. Um den wachsenden Anforderungen der Plattform zu begegnen hat das Gründungsteam nach einem Entwickler gesucht, der das Team ein paar Stunden die Woche bei der Integration von Partnern und der Skalierung der Plattform unterstützen kann. Da habe ich gerne zugesagt. 

Wobei hast du Corona Helfer e.V.  genau geholfen? Welches Problem hast du für sie gelöst?

Ich unterstütze den Corona Helfer e.V. bei der Programmierung des neuen Internetauftritts. Der Hauptteil meiner Aufgaben besteht darin die Daten aus einem online CRM in die eigene Plattform zu synchronisieren. Damit die Vermittlung direkt über die Plattform funktioniert, kümmere ich mich um die Anbindung der entsprechenden Daten aus dem CRM an die Plattform. 

Du unterstützt das Projekt Corona Helfer e.V. ehrenamtlich. Arbeitest du nebenbei an regulären Projekten und wie kriegst du das zeitlich zusätzlich zu deiner Festanstellung hin?

Ich arbeite in meiner Festanstellung aktuell in Kurzarbeit und nebenher an Freelance Projekten. Zeitlich ist das alles schon sehr herausfordernd, aber mir macht es riesen Spaß so zu arbeiten. Natürlich dürfen die Kinder auch nicht zu kurz kommen. Daher arbeite ich gerade hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und Nachts. Schlaf ist mit meinen beiden kleinen Rackern schon längst Nebensache geworden.

Hat sich die Corona-Krise im Alltag auf deine Projektlage als Freelancer ausgewirkt? Wie sieht hier deine Prognose für die Zukunft als Freelancer aus?

Die hat sich natürlich schon verändert. Trotzdem finde ich dieses Sprichwort trifft die Lage gerade sehr gut: “Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere.”

Einige Projekte wurden bei mir gecancelt bzw. nach hinten geschoben. Dafür habe ich aber neue Projekte bekommen. Ein neues Projekt ist z.B. direkt aus der Corona-Krise entstanden. Die Kundin von mir betreibt ein Restaurant, das aufgrund von Corona für den normalen Betrieb schließen musste. Sie haben dann kurzerhand umgedacht und eine Lieferdienst bzw. Abholungsservice aufgebaut. Um ihren Kunden die Bestellung zu vereinfachen, hat sich meine Kundin entschieden einen eigenen Onlineshop für das Restaurant zu eröffnen. Dabei unterstütze ich sie und erstelle einen Onlineshop mit Shopify.
Ich sehe hier noch großes Potential, gerade im Onlineshop-Bereich. Viele werden ihre Digitalisierung vorantreiben, um auch für die nächste Krise gewappnet zu sein. Eventuell entsteht daraus ja auch wieder ein vielfältigeres Angebot mit mehr Konkurrenz zwischen Anbietern.  

Vielen Dank für das Interview, Nico!